Häuser vom Drucker


"Bevor hinten nicht ganze Häuser rauskommen, werde ich ein solches Monstrum nicht anrühren!" So waren sie, die Männer vom Bau, als mein Matrixdrucker bloss Bauabrechnungen vom Wicat 150 auf blau-weisses Endlosdruckpapier fräste. Mittlerweile sind Drucker der Vorgabe von damals ein gutes Stück näher gerückt.

Während heute Standard-Drucker Tinte auf das Papier spritzen oder darauf Farbe einbrennen, erstellen 3D-Drucker bereits reale Objekte. Dabei schichten sie dünne Materiallagen aus Metall, Plastic, Gummi oder Glas aufeinander. Jetzt wird diese schon länger bekannte 'additive printing'-Technologie massentauglich.

Bis in etwa zwei Jahren werden 3D-Drucker sogar fähig sein, elektronische Bauteile wie Mikroprozessoren etc. zu erkennen und auf Substrat zu platzieren. Dann würden Drucker Leiterplatten für Computer oder für Drucker fabrizieren...

Bereits heute können AutoCad oder Google Sketchup der 'Personal Fabrication' die Möglichkeit bieten, Objektschnitte für 2D CNC oder Objekt-Solids für 3D printing zu erstellen. 3D Printer für ca. 1'500 $ von MakerBot Industries, können dem Freizeit-Fabrikanten sogar die Möglichkeit bieten, seine Objekte im Wohnzimmer auszudrucken. Oder man lässt bei Spezialfirmen produzieren.

Ponoko 'The Personal Factory' oder Shapeways können dem Designer 2.0 die Möglichkeit bieten, Objekte nach seinen Entwürfen zu produzieren und in virtuellen Shops anzubieten. Der Gestalter muss nicht investieren. Denn erst nachdem der Kunde auf 'Kaufen' geklickt hat, wird der 3D-Drucker das gewünschte Objekt herstellen.

Aber richtige Männer vom Bau interessieren sich eher für das Verfahren von Kamermaker oder für das Freeform Constructions Project der Loughborough University. Dort wurden nämlich eine Tonne schwere Bauobjekt-Teile von bis zu 2m x 2.5m x 5m 'gedruckt'.


Mittlerweile kann jeder sein Haus selbst 'drucken'.


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